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Was ein Pflegeheim 2026 selbst kostet

Land, Pflegegrad und Aufenthaltsmonat wählen: Der Rechner zeigt den Eigenanteil, wie er sich Jahr für Jahr senkt und wie lange Rente und Erspartes reichen.

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

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Eigenanteil pro Monat, Bundesdurchschnitt

3.364 €

im 1. Aufenthaltsmonat, Zuschlag 15 %

Pflege (EEE) nach Zuschlag1.775 €
Unterkunft und Verpflegung1.068 €
Investitionskosten521 €
Pflegekasse zahlt ans Heim1.632 €
Monatliche Lücke nach Rente1.764 €
Ersparnis reicht bis zum Schonbetrag19 Monate
Eigenanteile der nächsten 36 Monate108.569 €
Nach Aufenthaltsjahr
1. Jahr (15 %)3.364 €
2. Jahr (30 %)3.051 €
3. Jahr (50 %)2.633 €
4. Jahr (75 %)2.111 €
Rechenweg Schritt für Schritt
  1. vdek-Durchschnitt Bundesdurchschnitt am 1. Juli 2026: EEE 2.088 € (davon Ausbildung 150 €), Unterkunft und Verpflegung 1.068 €, Investitionskosten 521 €.
  2. Aufenthaltsmonat 1: Leistungszuschlag 15 % auf den EEE = 313,20 € (§ 43c).
  3. Eigenanteil = 1.774,80 € + 1.068 € + 521 € = 3.363,80 €.

Schätzung mit den Beträgen des SGB XI für 2026. Verbindlich ist allein der Bescheid Ihrer Pflegekasse. So rechnen wir

Ein Platz im Pflegeheim kostete am 1. Juli 2026 im Bundesdurchschnitt 3.364 € im Monat aus eigener Tasche, gerechnet für das erste Aufenthaltsjahr nach dem Zuschlag der Pflegekasse. Der Betrag besteht aus drei Teilen: dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil für die Pflege (EEE) von 2.088 € vor Zuschlag, Unterkunft und Verpflegung mit 1.068 € und Investitionskosten von 521 €. Nur der Pflegeteil wird bezuschusst, mit 15 Prozent im ersten Jahr, 30 im zweiten, 50 im dritten und 75 Prozent ab dem vierten (§ 43c SGB XI). So fällt der Eigenanteil von 3.364 € auf 3.051 €, 2.633 € und schließlich 2.111 €. Über vier Jahre sind das im Schnitt 133.901 €. Zwischen den Ländern liegen 870 € im Monat: am teuersten ist Bremen mit 3.761 €, am günstigsten Sachsen-Anhalt mit 2.891 € (vdek).

Die 16 Länder im Überblick

Durchschnitt je Land, vdek, Stand 1. Juli 2026; sortiert nach dem Eigenanteil im ersten Jahr. Bund: 3.364 €.
LandEEE vor ZuschlagUnterkunft + VerpflegungInvestitionskosten1. Jahrab 4. Jahr
Bremen2.296 €1.179 €630 €3.761 €2.383 €
Saarland2.176 €1.271 €574 €3.695 €2.389 €
Nordrhein-Westfalen1.983 €1.331 €654 €3.671 €2.481 €
Baden-Württemberg2.401 €1.153 €463 €3.657 €2.216 €
Hamburg2.159 €1.074 €572 €3.481 €2.186 €
Hessen2.233 €1.005 €528 €3.431 €2.091 €
Berlin2.410 €870 €469 €3.388 €1.942 €
Rheinland-Pfalz1.766 €1.280 €508 €3.289 €2.230 €
Bayern2.185 €979 €434 €3.270 €1.959 €
Thüringen2.045 €971 €454 €3.163 €1.936 €
Sachsen2.136 €881 €455 €3.152 €1.870 €
Brandenburg2.172 €972 €332 €3.150 €1.847 €
Schleswig-Holstein1.782 €1.060 €573 €3.148 €2.079 €
Mecklenburg-Vorpommern2.070 €901 €371 €3.032 €1.790 €
Niedersachsen1.862 €857 €568 €3.008 €1.891 €
Sachsen-Anhalt1.993 €852 €345 €2.891 €1.695 €

Die Unterschiede entstehen an verschiedenen Stellen. In Bremen ist es vor allem die Summe aus Unterkunft und Investitionskosten, in Baden-Württemberg und Berlin der hohe Pflegeanteil. Im Osten liegen Investitionskosten und Unterkunft meist niedriger. Weil nur der Pflegeteil mit der Zeit bezuschusst wird, schrumpft der Abstand nach drei Jahren dort weniger, wo die festen Posten den Ausschlag geben.

Was die Pflegekasse zahlt

Neben dem Zuschlag zahlt die Kasse einen festen Betrag für die Pflege an das Heim: 805 € bei Pflegegrad 2 bis 2.096 € bei Pflegegrad 5 (§ 43 SGB XI). Dieser Betrag ist im EEE bereits abgezogen. Für Pflegegrad 1 gibt es nur einen Zuschuss von 131 € und keinen Leistungszuschlag; der Preis für diesen Grad steht in der Preisliste des Hauses.

Wer in das Heim zieht, verliert das Pflegegeld und die meisten Budgets der häuslichen Pflege. Die Rente läuft weiter und bleibt die wichtigste Quelle für den Eigenanteil. Reicht sie nicht, wird das Ersparte bis auf 10.000 € eingesetzt; danach springt das Sozialamt mit der Hilfe zur Pflege ein. Wer was zahlt und wann Kinder herangezogen werden, steht unter Pflegeheim: wer zahlt.

Fragen aus der Praxis

Warum zahlt man im Heim mit Pflegegrad 5 nicht mehr als mit Pflegegrad 2?

Weil der pflegebedingte Eigenanteil in jedem Heim für alle Bewohner der Grade 2 bis 5 gleich hoch ist; das schreibt § 84 Abs. 2 SGB XI als einrichtungseinheitlichen Eigenanteil vor. Ein höherer Grad erhöht nur den Betrag, den die Pflegekasse an das Heim zahlt. Für die Familie ändert ein Höherstufungsantrag im Heim deshalb nichts an der Rechnung.

Wird der Zuschlag automatisch abgezogen?

Ja. Seit dem 1. Juli 2026 berechnet die Pflegekasse den Leistungszuschlag selbst auf Grundlage der Angaben des Heims, zahlt ihn direkt an die Einrichtung, und das Heim stellt nur den verbleibenden Eigenanteil in Rechnung (§ 43c SGB XI). Ein eigener Antrag ist nicht nötig. Monate, in denen nur an einigen Tagen Heimpflege bestand, zählen voll mit.

Wie verlässlich sind die Durchschnittswerte für ein bestimmtes Heim?

Sie zeigen die Größenordnung im Land, nicht den Preis eines Hauses. Zwischen zwei Heimen derselben Stadt können mehrere hundert Euro liegen, vor allem bei Unterkunft und Investitionskosten. Tragen Sie den EEE aus dem Heimvertrag oder der Preisliste in das Feld ein, dann rechnet der Rechner mit diesem Wert statt mit dem Landesdurchschnitt.

Was ist im Eigenanteil nicht enthalten?

Taschengeld für Friseur und Kleidung, Zuzahlungen für Medikamente und Hilfsmittel, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Rente und Zusatzleistungen wie ein Einzelzimmerzuschlag. Wer den Eigenanteil gerade so aus der Rente zahlt, hat für diese Posten oft nichts übrig; dann sollte früh geprüft werden, ob Hilfe zur Pflege vom Sozialamt in Betracht kommt.

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Herausgeber von Pflegerechnern: Pflegegrad, Leistungen der Pflegekasse, Heimkosten

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